Gerald Fränkl Blog

29.05.09

Konjunkturprogramm für Wohnungsbau - oder Lokalbaukommission München beschleunigen und aufräumen

Kategorie: Politik, Wirtschaft und Unternehmen, Bürokratie und Bürokratieabbau

Nachdem ja die Bank- und Autoindustrie völlig einseitig und ziemlich hirnlos mit Konjunkturprogrammen gefördert wurden, fordert der Mieterbund nun ein Konjunkturprogramm für Mieter, damit mehr Neubauten entstehen und Wohnraum bezahlbar bleibt.

Die Forderung wird zwar wahrscheinlich unerfüllt verhallen, aber die Idee an sich finde ich gut. Warum nicht das Wohnungswesen - etwas an sich wesentlich Wichtigeres als Autos - auch fördern?

Ich hätte aber noch einen viiiel einfacheren und viiiel billigeren Vorschlag: diese unsäglichen Bauämter mal auf Vordermann zu bringen.

Obwohl die Zahl der Bauanträge massiv gesunken ist, sind die Bearbeitungszeiten unerträglich hoch. Mein größtes Ärgernis: jedem dahergelaufenen korrupten Bauträger wird der letzte Scheiß (unpassend, viel zu sehr verdichtend, Schlafzimmer im Keller, keine ausreichenden Kinderspielflächen, von Bäumen und Grünflächen (zumindest in der tatsächlichen Ausführung) gar nicht zu sprechen, senioren- und behindertenfeindlich) genehmigt. Will man privat ein schönes, intelligentes Objekt genehmigt haben, kastrieren sie es einem erstmal und lassen es 2 Monate unbearbeitet wegen Urlaub liegen. Weil die Lokalbaukommission der Stadt München keinen Ersatzmann hat?! Ich wiederhole: 50% weniger Anträge, 100% Verlängerung der Prüfzeiten?! Wenn man an Sachbearbeiter 1 rankommt, blockiert der wie ein beleidigtes Kind und sagt, dass das, was das Servicecenter (!!!) vorher als "müsste gehen" gut geheißen hat als kategorisch ungenehmigungsfähig. Sachbearbeiter 2 entscheidet anders. Die Prüferin in der Unteren Naturschutzbehörde geht nie ans Telefon, ruft nie zurück und wenn man sie nach 42 Versuchen erreicht und man ihr sagt, dass sie endlich tätig werden soll und sich an geltendes Recht halten soll, wirft sie einem der Hörer drauf und hat unserem Nachbaren ernsthaft gesagt, wenn er nicht macht, was sie fordert, lässt sie den Plan ein paar Monate unbearbeitet liegen.

Offenbar gibt es in der LBK München immer noch Korruption, anders kann ich mir das nicht erklären.

Es wird dringend Zeit, dass der Saftladen von LBK einschließlich Unterer Naturschutzgebhörde aufgeräumt wird und endlich nach geltendem Recht und nicht mehr nach Nasenfaktor der Behörde geprüft wird.


1 Antwort zu diesem Blogeintrag

  1. Kommentar von rn.schwarz
    Montag, 11-01-10 11:50 Uhr

    Dann versucht mal einen Bauantrag, sprich Genehmigungsplan für einen einfachen Umbau eines bestehenden Altbaus, der innen bereits entkernt wurde und die Außenwände wie sie jetzt sind bestehen bleiben, also Bestandschutz in Frage kommt, bei der LBK München zu bekommen. Den ersten Bauantrag haben diese HerrenAngestellten verschlampt, der Antrag war bei der LBK München nicht mehr aufzufinden. Kaum hatten wir einen neuen Genehmigungsplan eingereicht, ist der erste wie ein Wunder nach ca. 14 Monaten wieder aufgetaucht. Auf den zweiten Genehmigungsplan warten wir jetzt auch schon drei Monate, obwohl der Plan vorher von unserem Architekt mit der Behörde abgesprochen war und mündlich in dieser Form genehmigt wurde, das haben wir sogar schriftlich.
    Also alles in allem warten wir nun schon über zwei Jahre auf die Genehmigung. Wenn alle so arbeiten würden, wie diese Herren Angestellten der Stadt München LBK, wundert es mich nicht, wenn es in unserem Land steil bergab geht.
    Wer will da noch Geld investieren, und bauen. Auch den Bauhandwerkern wird das nicht sonderlich gefallen, was man so hört, haben die in diesen Zeiten eh nicht viel Arbeit.
    Vielleicht versuche ich es einmal mit Bakschisch, ist ja in Rumänien und ähnlichen Ländern auch so üblich, warum soll es bei uns nicht auch so sein wie dort. Anders kann ich mir nicht erklären woran es sonst liegen könnte, das es nicht möglich ist die Genehmigung auf normalem Weg zu bekommen.
    Das sind meine Erfahrungen mit unseren Behörden und den darin frustrierten, nach kommste heute nicht, kommste übermorgen arbeitenden Angestellten.

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