Man hat nach dem Selbstmord von Robert Enke den Eindruck, eine ganze Nation trauert um einen Helden. Ich sehe den Selbstmord ander: es ist fast schon feige, sich den Problemen nicht zu stellen und die Frau und das Kind mit den Problemen allein zurück zu lassen. Es gibt kein Recht, sich auf diese Weise aus dem Leben zu verabschieden: - Der Zugführer wird ein Leben lang an das Ereignis denken müssen, damit wird ein völlig unbescholtener Mensch mit einem gravierenden psychischen Problem belastet. Nur damit Herr Enke seine Probleme nicht lösen muss. - Die Feuerwehrleute und Notärzte etc., die am Unfallort die Leichenfetzen zusammensammeln müssen, werden auch davon geprägt. Ekelhaft! Hätte er sich doch mit Tabletten vergiftet oder sonstwas - aber bitte nicht ander Menschen in Mitleidenschaft ziehen!!! Auch akzeptiere ich nicht, dass er wegen psychischen Problemen aus der Verantwortung, vor allem für sein Kind, stiehlt! - Dass Kinder sterben, passiert nunmal. Meine Oma hat sich nach dem Tod meiner "Tante" schließlich auch nicht umgebracht. - Karriererückschläge erleidet jeder Mal. Auch mal mehr. Wer so weich fällt, wie Robert Enke, sollte sich nicht beschweren. - Als Fussballprofi, der noch dazu sicher nicht ganz schlecht verdient hat, standen ihm alle Tore der Psychotherapie offen. Auch geheim und so, dass es das Jugendamt nicht mitbekommt. Warum hat er das - wie übrigens Ex-Kollege Sebastian Deissler - nicht genutzt? All das zusammen wird überlagert von seinem Adoptivkind. Er hat Verantwortung für das Kind übernommen und jetzt stiehlt er sich davon. Bei allen Problemen, auch ungelöst, hätte ihn doch allein diese Verantwortung von seinem Vorhaben abhalten müssen. Von seiner Frau wil ich gar nicht sprechen, die hätte auch ein Recht auf Ihren Ehemann. In guten wie in schlechten Zeiten! Und von seinem Verein, für den er ja wohl auch eine wichtige Figur war, spreche ich auch nicht. Unverständlich!