Im Focus 10/2009 ist eine Statistik von GfK/Eurokartensysteme abgedruckt, die zeigt, dass 84% der Bezahlvorgänge bei Rechnungsbeträgen über 199 Euro von Verbrauchern mit bargeldlos gezahlt werden. Bei Kleinbeträgen unter 10 Euro sind es nur 5%, bis 49 Euro immerhin 34%. Ich bin ja selbst auch so ein Bargeldlos-Zahler. Ich überlege mir vorher, was ich brauche, wieviel ich dafür ausgeben möchte und dann zahle ich a) aus Bequemlichkeit und b) damit ich es in meiner Finanzsoftware später nachvollziehen und auswerten kann häufig mit Karte. Wer nicht so bewusst handelt, für den ist Kartenzahlung natürlich ein Risiko, mehr auszugeben als man will und/oder sogar als man zur Verfügung hat. Aber da sehe ich auch die Banken in der Verantwortung, dass Dispokredite und Verbraucherkredite nicht so lax vergeben werden wie das offenbar in der Vergangenheit der Fall war. Auch sehe ich Eltern in der Pflicht, ihren Kindern den Umgang mit Geld beizubringen. Was sind Zinsen? Wie funktioniert es, wenn man mehr Geld ausgibt, als man zur Verfügung hat? usw. Da scheint es auch erhebliche Defizite zu geben. Gerne würde ich mit der Geldkarte viel mehr zahlen, finde ich viel praktischer. Und für die Unternehmen hat es den Vorteil, dass man nicht so viel Bargeld hat. Bargeldtransport kostet ja schließlich auch was.