Gerald Fränkl Blog

19.04.14

Entwicklungshilfe bleibt ineffizient, dabei gibt es vielversprechende Forschungsergebnisse

Kategorie: Politik, Bildung und Nachwuchs

Gut, dass man nichts erwarten darf, wenn der Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel heißt (das war wohlgemerkt derjenige, der in der Opposition dieses Ministerium als überflüssig bezeichnete), ist ja klar. Aber die Vorgänger Spranger und Wieczorek-Zeul haben auch nicht wirklich etwas zustande gebracht.

Focus hatte in Ausgabe 37/2012 ein sehr interessantes Interview mit dem Forscher Prof. Abhijit Banerjee geführt. Darin berichtet er von Studien, die Vergleiche zwischen verschiedenen Methoden der Entwicklungshilfe miteinander vergleichen und so das Maximum der Wirksamkeit ermitteln. Die Methoden sind teilweise so einfach und günstig, dass ich mich frage, warum das nicht längst Standard ist... Sogar für das Problem, dass Entwicklungshilfe nicht ankommt, gibt es eine einfache Lösung: man muss die Leute über die Programme informieren und schwupp waren z.B. in Uganda nicht mehr 13% der Hilfsmittel am Ziel, sondern 80%.

Leider scheint das in unserer Politik noch nicht angekommen zu sein, sonst gäbe es schon seit 20 Jahren nicht mehr so viel Armut mit all den bekannten Folgen auf der Welt!

Der Appell von Prof.  Banerjee ist sooo einfach: "Einstweilen sollten wir die kleinen Schritte nehmen, die erwiesenermaßen helfen". Wäre doch mal ein Anfang, Herr Müller?


1 Antwort zu diesem Blogeintrag

  1. Kommentar von Gerald Fränkl
    Montag, 21-04-14 14:15 Uhr

    Test

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