WLAN-Netzwerke, also drahtlose Netzwerke, werden auch im privaten Bereich immer beliebter.
Leider sind die Standardeinstellungen der Hersteller relativ unsicher, begründet wird dies mit der einfachen Einrichtung.
Es geht auch dich etwas an! Ich könnte z.B. auf Kosten zweier WLANs in meiner Nachbarschaft kostenlos surfen und vielleicht sogar auf die Festplatte der Nachbarn zugreifen!
Dabei sind die Sicherheitseinstellungen recht einfach so einstellbar, dass nur noch mit krimineller Energie in dein Netzwerk eingedrungen werden kann.
Mit diesen 6 Tipps kannst du dein Netzwerk binnen 10 Minuten absichern:
1. Router-Passwort
Die Router haben in der Standardeinstellung Benutzernamen und Passworte wie "admin" "0000", "admin" "1234" oder so ähnlich.
Du solltest bei der Konfiguration das Passwort unbedingt ändern, je mehr Zeichen und Sonderzeichen desto besser!
2. Router-Update
Wenn du etwas PC-Erfahrung hast, solltest du auf der Homepage des Hersteller deines WLAN-Routers nach einem Update für dein Gerät suchen, oft stehen schon wenige Wochen nach Auslieferung Updates, die auch Sicherheitsupdates enthalten. Die Installation dieser Firware-Updates sind meist sehr einfach: Datei runterladen, in das Konfigurationstool einloggen und Datei hochladen. Danach startet der Router i.d.R. neu.
3.Netzwerknamen verstecken
Deaktiviere das SSID Broadcasting, dass den Netzwerknamen in die Ferne hinausposaunt. Um dein Netzwerk zu finden, muss man den genauen Namen kennen. Idealerweise gibst du dir einen komplizierten Namen, z.B. nimmst du die ersten 3 Buchstaben deines Nachnamens, hängst 1-3 Buchstaben deines Vornamens dran, vielleicht noch ein paar Buchstaben vom Straßennamen, Hausnummer und/oder Postleitzahl.
4. Pings sperren
Vom Prinzip her ähnlich ist die Option, Pings zu sperren. Dann werden Anfragen z.B. durch Hacker, Viren und Würmer nicht mehr beantwortet und können so viel schwerer in dein Netzwerk eindringen.
5. Verschlüsselung aktivieren
Ganz, ganz wichtig ist, dass du Verschlüsselung aktivierst. Inzwischen ist sogar das WEP-Verfahren veraltet. Zwar ist selbst das "bessere" WPA nur ein Schutz vor "Gelegenheitstätern", aber besser als nichts. Empfehlenswert ist WPA2. Dazu musst du einen Schlüssel in deinem Router-Konfigurationstool festlegen. Dabei solltest Du die maximal mögliche Schlüssellänge Deines Routers verwenden. Den Schlüssel musst du dir gut merken/aufschreiben (ja, auf Papier, auch wenn er sehr lang ist). Jetzt musst du die Verschlüsselung nur noch in den Rechnern aktivieren, die per WLAN versorgt werden. Dann gibst du den Schlüssel ein.
6. MAC-Adressen sperren
Jede WLAN-Karte hat eine Art Seriennummer, die so genannte MAC-Adresse.
Wenn du immer mit den gleichen Rechnern in dein Netzwerk gehst, solltest du alle MAC-Adressen sperren und nur die Adressen freigeben, die deine Karten haben. Du findest die MAC-Adressen unter Windows in den Netzwerkeinstellung der Systemsteuerung, dort auf die Einstellungen der WLAN-Karte klicken. Je nach WLAN-Karte findest du dann mit bisschen Suchen die MAC-Adresse. Nur noch ein schwacher Schutz, aber im Zusammenhang mit den anderen Tipps empfehlenswert.
Noch ein Tipp zur Aufstelung der WLAN-Antenne: Die Antenne sollte möglichst senkrecht stehen (außer in Hochhäusern) und möglichst zentral in der Wohnung. Die Zahl der Wände und Mauern mit Stahlträgern zwischen Sender und Empfänger sollte möglichst gering sind. PC-Röhrenmonitore, Kabelschächte, Mikrowellen und andere Küchengeräte können den Empfang stark verschlechtern.